Am 24.
September wird im Kulturhaus von Meran die italienische Übersetzung
des Buches vom „Wunder von Mals“ von Alexander Schiebel
(deutsche Version des Buches) vorgestellt werden.

Zur
Erinnerung:

„Das Wunder von Mals“ wurde
international bekannt, als im Dorf Widerstand gegen die Pestizide
in der Landwirtschaft
aufkam.
Die Initiative in Mals konnte
sich weitgehend durchsetzen, allerdings war der Weg dorthin von einem
jahrelangen, erbitterten Rechts- und Politikstreit
geprägt.

Der Kern des Erfolgs lag darin, dass die
Gemeinde Mals per Verordnung den Einsatz von bestimmten
chemisch-synthetischen Pestiziden auf ihrem Gemeindegebiet
untersagte
. Dieser Schritt wurde massiv angegriffen
nicht nur von Agrarorganisationen, sondern auch von der
Landesregierung, die argumentierte, dass eine Gemeinde keine
Kompetenzen im Bereich des Pflanzenschutzrechts habe, da dies auf
Landes- oder EU-Ebene geregelt sei.

Trotz der rechtlichen Hürden
und des enormen Drucks vonseiten der Lobbygruppen blieb die lokale
Bevölkerung in Mals standhaft. Die Initiative in Mals brachte einen
Bewusstseinswandel in der Debatte über Pestizide und die
Gesundheit der Bevölkerung in Südtirol. Mals wurde zum Symbol
für die Möglichkeit, dass eine kleine Gemeinde gegen große
industrielle Interessen und staatliche Vorgaben eine ökologische
Kehrtwende einleiten kann. Schlussendlich brachte es auch die
offizielle Politik und Forschungsinstitute (wie Laimburg) dazu,
stärker in Richtung integrierter und biologischer Anbausysteme

zu gehen.

📍Gerade hat auch der Verbraucherschutzverein Robin aufgrund kürzlich herausgegebener Studien die Debatte neu
entfacht:

Zu sagen, dass jeder einzelne Wirkstoff für sich
unter dem Grenzwert
liegt, reicht deshalb nicht mehr aus, um die
tatsächliche Gesamtbelastung zu beschreiben. […] Denn der
Cocktail-Effekt verschwindet nicht dadurch, dass man ihn bisher nur
unzureichend misst.

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